Duschen, Haare waschen,
Zähne putzen – 25 Minuten am Tag verbringen wir durchschnittlich mit der
Pflege unseres Körpers. Haarshampoo und Badezusätze fließen reichlich über
unsere Haut und durch den Abfluss – ein nicht zu unterschätzender
Chemiecocktail, der sich einfach reduzieren lässt.
Ausreichend trinken ist
die wirksamste Methode gegen trockene Haut. 1,5 bis 2 l, bei Hitze oder
Sport mehr, bekämpfen Falten von innen.
Manche Inhaltsstoffe, wie
z. B. Tenside oder Duftstoffe werden in den Kläranlagen nur zum Teil
abgebaut. Reste gelangen in die Gewässer und belasten dort die
Wassertiere.
Wenn auch die meisten
Körperreinigungsmittel nach ihrer Verwendung wieder abgewaschen werden,
gelangen die Wirkstoffe über die Haut in unseren Körper. Häufig sind die
Zusätze gar nicht notwendig, denn Wasser löst „normalen“ Schmutz
problemlos. Auch Schweiß nach dem Sport lässt sich mit reinem Wasser
abduschen. Bei fettigem Schmutz und Öl genügt ein wenig Seife, Duschgel
oder ähnliches.
Für die gesunde Haut eignet
sich eine klassische Seife aus pflanzlichen Ölen am besten. Sie wird
üblicherweise aus Palmöl, Kokosöl, Olivenöl oder Palmkernöl hergestellt.
Neben natürlichen Seifen sind so genannte „Syndets“ (Abkürzung für
"synthetische Detergentien") im Handel. Sie werden im Gegensatz zur Seife
aus künstlichen Waschsubstanzen hergestellt und mit verschiedenen
Zusatzstoffen versehen. Bars oder Waschstücke sind eine Mischung aus Seife
und Syndets. In den Supermarktregalen werden Duschgels und –cremes in
verführerischen Duftnoten und Farben angeboten. Es handelt sich dabei um
Syndets, die bis zu 70% Wasser enthalten.
Damit die Chemie stimmt
In der EU werden rund 10.000 verschiedene Chemikalien für die
Kosmetikherstellung verwendet, wovon sich viele auf Gesundheit und Umwelt
schädlich auswirken können. Kosmetikinhaltsstoffe sind auf der Verpackung
unter dem Titel „Ingredients“ nach den Regeln der internationalen
Namensgebung von Kosmetik-Inhaltsstoffen (INCI = International
Nomenclature of Cosmetic Ingredients) aufgelistet. Die Aufzählung erfolgt
nach ihrer Konzentration im Produkt in abnehmender Reihenfolge. Manche
Naturkosmetikhersteller drucken auf den Verpackungen ihrer Produkte
zusätzlich die “deutsche Übersetzung“ ab und tragen so zu einer besseren
Verständlichkeit bei. Je kürzer die Liste der Inhaltsstoffe, umso besser.
Flüssige Reinigungsmittel
für Haut und Haar bestehen hauptsächlich aus Wasser. Da Wasser leicht
verdirbt, sind in solchen Rezepturen praktisch immer Konservierungsstoffe
erforderlich. Viele davon können Allergien auslösen. Um eine Fett lösende
Wirkung zu erzielen, werden Tenside zugesetzt. Diese waschaktiven
Substanzen entziehen aber auch der Haut ihre natürliche Fettschicht,
wodurch sie äußeren Einflüssen ungeschützt ausgesetzt ist und leicht
austrocknen kann. Hautirritationen und sogar Ekzeme können die Folge sein.
Manche Kosmetikinhaltsstoffe
stehen sogar im Verdacht, Hormon ähnliche Wirkung zu haben, Organe zu
schädigen oder Krebs erregend zu sein.
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