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Über
90 Prozent aller Erwachsenen leiden heute an Übersäuerung und
Nährstoffmangel. Das belegen zahlreiche internationale Studien.
Verursacht wird dieses Phänomen durch Alkohol, Nikotin, Bewegungs- und
Schlafmangel, Stress und Medikamente – und natürlich schlechte
Ernährung.
Der menschliche Körper steckt das alles bewundernswert geduldig weg.
Manchmal dauert es Jahre, bis er gegen die Vielzahl seiner Stressoren
rebelliert. Symptome wie Müdigkeit, Gereiztheit oder
Muskelverspannungen sind bereits sehr deutliche Signale für
Nährstoffmangel und Übersäuerung. Aber sie werden selten ernst
genommen. Wir knipsen viel mehr den Schmerz mit einer Tablette aus
oder trinken Kaffee gegen die Müdigkeit – und setzen so unseren
Organismus weiter unter Druck.
Irgendwann kann die körperliche Reaktion dann radikal ausfallen –
beispielsweise mit einem Herzinfarkt, der klassischen
Übersäuerungsreaktion des Körpers.
Oder mit weiteren typischen Zivilisationskrankheiten wie Osteoporose,
Kreislaufschwäche, Bluthochdruck, Diabetes, Nierenfunktionsstörungen
etc.
Der Säure-Base-Haushalt.
Der menschliche Körper besteht aus 70 Billionen Zellen. Die wollen
täglich mit Nahrung versorgt werden. Bis Nährstoffe und Energie in den
Körperzellen angelangt sind, geht die Nahrung einen weiten Weg. Vom
Mund in den Magen. Dann über den Zwölffingerdarm in den Dünndarm.
Stark vereinfacht gesagt, werden hier Nährstoffe und Energie über das
Blut und die Kapillaren durch ein Filtersystem, die sogenannte
Grundsubstanz, hin zur Zelle geleitet.
Nun verwertet die Zelle Nährstoffe und Energie und baut sie in einer
biochemischen Reaktion in Energie und – je nach Zellart – zum Beispiel
in Hormone oder Enzyme um.
Dabei fallen Stoffwechselprodukte (Säuren, Schlackenstoffe) an. Die
muss die Zelle los werden. Und leitet sie über das Blut ab. Wenn das
Blut nicht ausreichend Säuren aufnehmen kann, bunkert der Körper die
Schlackenstoffe in der Grundsubstanz und im Bindegewebe. Der
empfindliche Säure-Base-Haushalt ist in Gefahr.
Was umso schwerwiegender ist, weil der Körper den Säuregehalt seiner
Flüssigkeiten bis zu zwei Stellen hinter dem Komma exakt definiert.
Die Folge des Ungleichgewichts: Wir werden im wahrsten Sinne des
Wortes SAUER.
Jeden Tag ein bisschen mehr. Zum Neutralisieren der ätzenden Säuren
bräuchte der Körper dringend reichlich Nachschub an Basenstoffen und
hochwertigen Mineralstoffen. Aber auch daran mangelt es meist. Deshalb
bedient sich der Organismus Hilfsweise aus seinen Basen und
Mineralstoffdepots – er zieht Magnesium, Calcium, Kalium etc. aus
Knochen, aus den Haaren und Gefäßen ab. Ein Teufelskreislauf, wenn
diese Depots nicht kurzfristig wieder aufgefüllt werden.
Der ph-Wert im Körper.
Wir kennen den Begriff "pH" aus der Chemie. Er beschreibt, wie sauer
oder basisch eine Flüssigkeit ist. Die Mess-Skala reicht dabei von pH
1 (extrem sauer) bis pH 14 (extrem basisch, wie Natronlauge).
Die Natur hat es so vorgesehen: Der menschliche Körper muss jede
Säure, die ihm von außen durch die Nahrung zugeführt wird, oder im
Inneren des Organismus entsteht, ausgleichen. Je mehr Säuren der
Körper täglich verarbeiten muss, desto größer ist das Risiko, dass die
körpereigenen Regulationsvorgänge aus dem Tritt kommen. Dann werden
die Säuren nicht ausgeschieden sondern im Körper gebunkert und können
dort Schaden anrichten. Erste klare Signale dafür sind beispielsweise
Magenbeschwerden,
Glieder- und Gelenkschmerzen und schmerzhafte Muskelverspannungen.
Spätestens jetzt ist es an der Zeit, gegenzusteuern. pH-Wert messen!
Orientierung darüber, ob ihr Säure-Base-Haushalt im Ungleichgewicht
ist, bietet ein Urin-pH-Messstreifen (Messstreifen können Sie bei LR
bestellen. Der gemessene Wert ist je nach Tageszeitpunkt variabel.
Stellen Sie bei sich klinische Symptome der Übersäuerung, etwa
Gliederschmerzen, Kopfschmerzen und Sodbrennen fest und der Wert Ihres
Morgenurin liegt unterhalb von pH 6,8, deutet das darauf hin, dass Sie
übersäuert sind.
Basen contra Übersäuerung.
Die gute Nachricht: Jeder hat es in der Hand, den point of no return,
also die Grenze des finalen Umkippens, noch rechtzeitig zu
beeinflussen. Man kann die Regeneration des Körpers und seines
Bindegewebes in den Griff bekommen. Durch die Aufnahme von Basen. Sie
binden die Säuren und helfen zusammen mit viel Wasser (ca. 3 Liter
täglich), diese zügig aus dem Körper auszuleiten.
Natriumhydrogencarbonat ist so eine Base. Dieses Mineral ist der
direkte biochemische Gegenspieler der Säuren. Im Körper trägt dieses
Element zum Ausgleich des Säure-Base-Haushalts bei. Darüber hinaus
gelten die Mineralstoffe Magnesium, Kalium und Calcium als bedeutende
Basen.
Quelle: Christiane Neuendorff. Sie ist spezialisiert
auf Fachthemen wie Gesundheit,
Wellness und Anti Aiging. Für diese Erkenntnisse hier
auf der Seite hat Sie von
Dr. Hans-Willhelm Müller-Wohlfahrt Informationen
zusammengetragen
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