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Homöopathie

 

Was ist Homöopathie :

Das Wort "Homöopathie" kommt aus dem Altgriechischen. Es bedeutet "homoios" =ähnlich und "pathos" = leiden. Die Homöopathie beruht auf dem Ähnlichkeitsprinzip, das heißt, Ähnliches (Krankheit) wird durch Ähnliches (Heilmittel) geheilt. Ein Arzneistoff, der beim gesunden Menschen gewisse Störungen verursacht, vermag beim kranken Menschen eben diese Störungen zu beseitigen. Die homöopathischen Arzneistoffe regen durch feinste Reize die Selbstheilungskräfte des Organismus an. Dieser Heilungsprozeß erstreckt sich dabei über Körper, Geist und Seele. Nicht umsonst wird daher die Homöopathie als Teilgebiet der "Ganzheitsmedizin" bezeichnet.

 

Einnahme...

Die homöopathischen Mittel sind als Tropfen, Tabletten und Globuli erhältlich. Man nimmt von den einzelnen Mitteln jeweils als Einzeldosis :

 

bei Jugendlichen und Erwachsenen

5-10 Globuli, 5-10 Tropfen oder 1-2 Tabletten

7-13 Jahre

5 Globuli , 5 Tropfen oder 1 Tablette

0-6 Jahre

3 Globuli oder 1/2 Tablette (in etwas Wasser aufgelöst)

 

Hinweis : Die Tropfen bitte bei Kindern und Kleinkindern wegen des Alkoholgehaltes meiden.

 

Die homöopathischen Mittel werden schon in der Mundschleimhaut aufgenommen. Um die bestmögliche Wirkung zu erzielen, ist es empfehlenswert, das jeweilige Mittel circa eine Minute im Mund zu behalten, beziehungsweise die Globuli oder Tabletten im Mund zergehen zu lassen. Man nimmt ein Homöopathikum nicht unmittelbar vor oder nach dem Essen, Trinken, Rauchen oder Zähneputzen. Die Mundschleimhaut sollte frei sein von fremdem Geschmack, da ansonsten die Mittel weniger gut wirken.

 

Einnahmehäufigkeit : bei akuten Zuständen 1/2 oder 1-stündlich bis zur Besserung (aber nicht länger als einen Tag), neue Gabe erst, wenn die Wirkung nachläßt. Dann nimmt man das Mittel noch für zwei weitere Tage in der Normaldosis, das ist bei einer D6 3x täglich und bei einer D12 2x täglich.

 

 

Nebenwirkungen...

Gelegentlich kann es vorkommen, daß nach der Einnahme homöopathischer Mittel die Krankheitssymptome anfangs etwas schlimmer werden (Erstreaktion). Diese Erstreaktion ist ungefährlich, meist nur kurzzeitig und ein gutes Zeichen, da nun die körpereigenen Abwehrkräfte angeregt werden. Dann sollte man mit der nächsten Gabe des Mittels warten, bis die Erstreaktion abgeklungen ist. Danach wird sich das Allgemeinbefinden bessern und auch die Krankheitssymptome werden verschwinden. Bleiben die Symptome bestehen, sollte man sich mit seinem homöopathischen Arzt in Verbindung setzen.

 

 

Über Potenzen...

Homöopathische Arzneien werden durch Verreiben oder Verschütteln potenziert. Ein Stoff wird mit Alkohol 1 zu 10 "verdünnt" und nach besonderer Vorschrift kräftig geschüttelt. Diese "Verdünnung" oder besser gesagt Potenzierung wird mit D1 bezeichnet. Nimmt man von D1 1/10 und gibt 9/10 Alkohol dazu und schüttelt kräftig, dann wird daraus die D2. D1 enthält also 1/10 des Urstoffes, D2 1:100 und D3 1:1000 usw. Welche Potenz man benützt, hängt ab vom Arzneimittel, vom Patienten und seiner Krankheit sowie von der Einstellung des Verordners zu hohen bzw. zu tiefen Potenzen. Im Grunde ist die Wahl der Potenz zweitrangig; wesentlich wichtiger ist es, das passende Mittel zu finden. Als Faustregel gilt jedoch : bei Unsicherheit in der Wahl nimmt man D6 (oder D12). Bei chronischen Krankheiten verwendet man meist hohe Potenzen. Oft sieht man von seltenen Gaben einer Arznei in der 30. Potenz oder in der D200 überraschende Erfolge. Die hohen Potenzen sollen aber nur von einem darin erfahrenen Arzt verordnet werden. 

 

 

 

 Für diese grundsätzlichen Informationen danken wir Frau Sonja Berger, Pharmazeutin und Homöopathin in Wien. Auf Ihrer Homepage finden Sie viele weitere Informationen.

 

 

 

 

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