Einnahme...
Die homöopathischen Mittel sind als Tropfen, Tabletten und
Globuli erhältlich. Man nimmt von den einzelnen Mitteln
jeweils als Einzeldosis :
bei Jugendlichen und Erwachsenen
5-10 Globuli, 5-10 Tropfen oder 1-2 Tabletten
7-13 Jahre
5 Globuli , 5 Tropfen oder 1 Tablette
0-6 Jahre
3 Globuli oder 1/2 Tablette (in etwas Wasser aufgelöst)
Hinweis : Die Tropfen bitte bei Kindern und Kleinkindern wegen
des Alkoholgehaltes meiden.
Die homöopathischen Mittel werden schon in der Mundschleimhaut
aufgenommen. Um die bestmögliche Wirkung zu erzielen, ist es
empfehlenswert, das jeweilige Mittel circa eine Minute im Mund
zu behalten, beziehungsweise die Globuli oder Tabletten im
Mund zergehen zu lassen. Man nimmt ein Homöopathikum nicht
unmittelbar vor oder nach dem Essen, Trinken, Rauchen oder
Zähneputzen. Die Mundschleimhaut sollte frei sein von fremdem
Geschmack, da ansonsten die Mittel weniger gut wirken.
Einnahmehäufigkeit : bei akuten Zuständen 1/2 oder 1-stündlich
bis zur Besserung (aber nicht länger als einen Tag), neue Gabe
erst, wenn die Wirkung nachläßt. Dann nimmt man das Mittel
noch für zwei weitere Tage in der Normaldosis, das ist bei
einer D6 3x täglich und bei einer D12 2x täglich.
Nebenwirkungen...
Gelegentlich kann es vorkommen, daß nach der Einnahme
homöopathischer Mittel die Krankheitssymptome anfangs etwas
schlimmer werden (Erstreaktion). Diese Erstreaktion ist
ungefährlich, meist nur kurzzeitig und ein gutes Zeichen, da
nun die körpereigenen Abwehrkräfte angeregt werden. Dann
sollte man mit der nächsten Gabe des Mittels warten, bis die
Erstreaktion abgeklungen ist. Danach wird sich das
Allgemeinbefinden bessern und auch die Krankheitssymptome
werden verschwinden. Bleiben die Symptome bestehen, sollte man
sich mit seinem homöopathischen Arzt in Verbindung setzen.
Über Potenzen...
Homöopathische Arzneien werden durch Verreiben oder
Verschütteln potenziert. Ein Stoff wird mit Alkohol 1 zu 10
"verdünnt" und nach besonderer Vorschrift kräftig geschüttelt.
Diese "Verdünnung" oder besser gesagt Potenzierung wird mit D1
bezeichnet. Nimmt man von D1 1/10 und gibt 9/10 Alkohol dazu
und schüttelt kräftig, dann wird daraus die D2. D1 enthält
also 1/10 des Urstoffes, D2 1:100 und D3 1:1000 usw. Welche
Potenz man benützt, hängt ab vom Arzneimittel, vom Patienten
und seiner Krankheit sowie von der Einstellung des Verordners
zu hohen bzw. zu tiefen Potenzen. Im Grunde ist die Wahl der
Potenz zweitrangig; wesentlich wichtiger ist es, das passende
Mittel zu finden. Als Faustregel gilt jedoch : bei
Unsicherheit in der Wahl nimmt man D6 (oder D12). Bei
chronischen Krankheiten verwendet man meist hohe Potenzen. Oft
sieht man von seltenen Gaben einer Arznei in der 30. Potenz
oder in der D200 überraschende Erfolge. Die hohen Potenzen
sollen aber nur von einem darin erfahrenen Arzt verordnet
werden.