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Herz und Hitze - Tipps für
heiße Sommertage
Endlich ist der Sommer
da. Tausende Menschen strömen ins Freibad. Die Biergärten haben
Hochkonjunktur und überall finden Grillfeste statt. Doch nicht jeder freut
sich über die heiße Jahreszeit. Vor allem ältere Leute, besonders die, die
unter Herzproblemen leiden, vertragen die hohen Temperaturen oft nur
schlecht.
Müdigkeit, Schwindel,
Muskelkrämpfe oder Verwirrtheit können die Folge sein. Und im Extremfall
droht sogar ein Hitzschlag mit Kreislaufkollaps. Damit solche Probleme
erst gar nicht auftreten und man den Sommer unbeschwert genießen kann, rät
die Deutsche Herzstiftung, an heißen Tagen ein paar einfache Tipps zu
befolgen.
Trinkmenge anpassen
Besonders wichtig ist es
ausreichend zu trinken, denn beim Schwitzen können schnell mehrere Liter
Flüssigkeit verloren gehen. Auch Menschen, die zum Beispiel wegen einer
Herzschwäche normalerweise nicht so viel trinken dürfen, sollten an heißen
Tagen ihre Trinkmenge etwas steigern. Wem die ideale Menge unklar ist, der
sollte dies am besten mit dem behandelnden Arzt besprechen.
Zudem spielt die richtige
Getränkewahl eine bedeutende Rolle. Denn beim Schwitzen gehen große Mengen
an Kochsalz, Magnesium und anderen Elektrolyten verloren, die dem Körper
wieder zugeführt werden müssen. Geeignet sind zum Beispiel Mineralwasser
oder Fruchtsäfte, die auch miteinander gemischt werden können. Ebenfalls
sinnvoll (Ausnahme: Menschen mit schwer einstellbarem Bluthochdruck) sind
Gemüsebrühen, die den hohen Kochsalzverlust bei starkem Schwitzen
ausgleichen.
Abzuraten ist von
alkoholischen Getränken. Zwar löscht ein kühles Bier kurzfristig den
Durst, aber langfristig wird damit dem Körperkreislauf Flüssigkeit
entzogen, was für den Organismus eine unnötige Belastung darstellt. Auch
sollten die Getränke nicht zu kalt sein, da dies die körpereigene
Wärmeproduktion anregen kann.
Bewegung: Keine sportlichen
Höchstleistungen
Zwar kann Hitze das
Herz-Kreislauf-System massiv schwächen, dennoch ist Bewegung auch im
Sommer wichtig. Allerdings sollte man sportliche Aktivitäten an wirklich
heißen Tagen auf die frühen Morgenstunden oder auf den späten Abend
verschieben. Empfehlenswerte Betätigungen sind zum Beispiel Spaziergänge
im kühleren Wald oder eine kleine Fahrradtour, bei der einem der Fahrtwind
erfrischend um die Ohren bläst. Selbstverständlich sollte man nicht mit
Höchstleistungen beginnen, sondern dem Körper Zeit zum Akklimatisieren
lassen.
Ernährung: Besser oft und
leicht
Auch die Essgewohnheiten
sollte man der Sommerhitze anpassen. Die Devise lautet: Lieber viele
kleine als wenige üppige Mahlzeiten einnehmen. Besonders verträglich ist
die so genannte Mittelmeerkost mit frischem Obst und Gemüse. Als ideales
Mittagessen hat sich zum Beispiel ein einfacher Salat mit frischen
Tomaten, Gurken und Paprika bewährt. Dazu ein wenig Zitrone und Olivenöl.
Und auch am Grillabend muss die gesunde Ernährungsweise nicht auf der
Strecke bleiben. Statt Schweinshaxe, Bauchspeck und Bratwurst bieten sich
Geflügel oder Fisch an. Außerdem schmecken Paprika, Zucchini und Pilze
gegrillt ganz hervorragend.
Was ist bei den Medikamenten
zu beachten?
Problematisch kann im
Hochsommer die Einnahme bestimmter Medikamente sein. Zum Beispiel müssen
blutdrucksenkende Medikamente in den Sommermonaten oft etwas reduziert
werden. Denn Wärme kann den Blutdruck zusätzlich senken, was dann zu
unerwünscht tiefen Werten führt. Änderungen sollten jedoch nur in
Absprache mit dem Arzt erfolgen.
Kritisch sind außerdem
Medikamente, deren Wirkstoffe die Haut gegenüber Sonnenstrahlen
sensibilisieren können. An sonnigen Tagen drohen dann massive Rötungen
oder Blasen der Haut. Zu diesen Präparaten zählen unter anderem das
Herzmedikament Amiodaron und das Antibiotikum Doxycyclin sowie
Johanniskraut, das viele Menschen gegen depressive Verstimmungen
einnehmen. Folglich sollte man bei diesen Medikamenten an sonnigen Tagen
für einen geeigneten Hautschutz sorgen. Also Sonnencremes mit einem sehr
hohen Lichtschutzfaktor wählen und Sonnenhüte oder Schirmmützen aufsetzen.
Quelle: Deutsche
Herzstiftung
aus: www.gesundheit.de
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