Die meiste Zeit des Tages sitzen wir, stehen wir und
liegen wir: im großen und ganzen. Bewegung findet eher
weniger statt. Dabei wäre etwa das Gehen ein einfaches
und probates Mittel, um den Mangel an körperlicher
Betätigung auszugleichen.
Natürliche Fortbewegung
Das Gehen ist die ursprünglichste und natürlichste Art
der Fortbewegung. Weite Strecken zu Fuß zurückzulegen,
gehörte über Jahrtausende hinweg zum Alltag des
Menschen. Es ist eine schlicht eine alte
Kulturtechnik. Mittlerweile ist das Zu-Fuß-Gehen
unmodern geworden. Zu Unrecht. Denn es ist die
einfachste aller Fortbewegungen. Wer geht, muss sich
nicht groß anstrengen. Es passiert so leicht wie das
Atmen. Wer gehen will, kann einfach loslegen. Ein paar
Schritte zu Fuß lassen sich im Alltag immer einbauen.
Wohltat für den Körper
Unserem Körper tun wir damit einen großen Gefallen.
Schließlich ist er ein kleines Wunderwerk an Muskeln,
Sehnen und Knochen und auf nichts besser eingerichtet,
als in Bewegung zu sein. Gehen kann man im Prinzip
immer: jung oder alt, alleine oder in Gesellschaft, zu
jeder Zeit und an jedem Ort. Man braucht dafür keine
teure Sportbekleidung oder -ausstattung, keinen festen
Trainingsplatz und muss auch keine Gebühren oder
Eintrittsgelder zahlen.
Stressabbau
Gehen trainiert unseren Organismus, zum Beispiel
nehmen wir bei zügigem Gehen bis zu zehn Mal mehr
Sauerstoff auf als im Ruhezustand. Aber Gehen trägt
auch dazu bei, angestauten Stress abzubauen. In
Stresssituationen arbeitet der Körper auf Hochtouren.
Die Muskeln werden angespannt, Durchblutung und
Sauerstoffversorgung gesteigert, Hormone wie z. B.
Adrenalin oder Cortisol vermehrt ausgeschüttet. Der
Körper stellt sich so darauf ein, die Herausforderung
zu bewältigen.
Körperlicher Ausgleich
Diese Alarmreaktion des Körpers war einst
überlebensnotwendig, um in gefährlichen Situationen –
etwa bei Angriffen – bestehen zu können. Heute erleben
wir zwar noch Stresssituationen, müssen aber kaum noch
um unser Leben laufen. Das heißt: Die bereitgestellte
Energie wird nicht mehr automatisch verbraucht. Wer
körperlich aktiv ist, sorgt für einen Ausgleich.
aus:
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