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Berührungen sind lebenswichtig!

 

Berührungen sind lebenswichtig!

 

Jeder von uns hat sie schon gespürt – die Kraft, die von einer Berührung ausgeht. Durch eine Berührung entsteht ein Gefühl von Zusammengehörigkeit und Verbundenheit und - Berührung schafft eine unmittelbare Verbindung zwischen Menschen. Eine kleine körperliche Berührung, eine Umarmung tröstet uns, kann uns die Angst nehmen und neuen Optimismus schenken. Berührt zu werden entspricht einem angeborenen Bedürfnis des Menschen.

 

Die Haut ist mit etwa 2 Quadratmetern das größte menschliche Organ. Sie ist die Abgrenzung des Körpers gegen die Außenwelt, aber auch ein großes Sinnesorgan. Unter der Haut liegen Rezeptoren, die Druck, Wärme, Kälte und Reize über Nervenbahnen an das Gehirn übermitteln. Wie wichtig die Haut ist, zeigen beispielsweise schwere Verbrennungen: Ist nur ein Drittel der Körperoberfläche zerstört, stirbt der Mensch in der Regel.

 

Aber die Haut ist noch mehr: Der Tastsinn ist der am frühesten entwickelte Sinn und elementar notwendig, um Beziehungen und Kommunikation zu anderen Menschen herzustellen. Die Haut ist also auch Erfahrungs- und Erkenntnisorgan, denn kein anderes Sinnesorgan ist so eng mit der Psyche verbunden wie die Haut. „Ein Mensch kann leben, wenn er blind und taub ist, weder hören noch schmecken kann, aber ohne die Funktionen der Haut ist er nicht lebensfähig" (Helen Keller). Berührungen sind also lebenswichtig!

 

Eine Berührung bewirkt viele Dinge:

 

Aufzählung

Berührung kann die Ausschüttung von "Glückshormonen", den Endorphinen anregen (Endorphin = endogenes Morphin = körpereigenes Morphin). Die Folgen sind ein allgemeines Wohlbefinden und eine Harmonisierung der gesamten Körperfunktionen.

Aufzählung

Durch eine verstärkte Durchblutung der Haut weiten sich die Blutgefäße und die Funktion der Haut verbessert sich.

Aufzählung

Berührungen regulieren die Atmung und den Wärmehaushalt.

Aufzählung

Sie regen den Stoffwechsel an und stärken das Immunsystem.

Aufzählung

Das vegetative Nervensystem wird beruhigt - Spannungen werden abgebaut: Dies bewirkt eine spürbare Beruhigung und Erholung von Körper, Seele und Geist.

 

 

Berührungen sind Teil der Körpersprache

 

Der Tastsinn ist der allererste Sinn, mit dem Menschen die Umgebung wahrnehmen. Mit Händen, Körper und vor allem mit dem Mund ertasten Säuglinge ihren Lebensraum. Durch den Tastsinn kommt das Kind einerseits in Berührung mit der Welt, andererseits stößt es gleichzeitig an Grenzen. Die Haut ist also sowohl Verbindung wie auch Abgrenzung. Für jeden Menschen ist dies eine wesentliche Erfahrung. Die Auswirkungen sind ein Leben lang zu spüren: Nicht jeder darf uns berühren und nicht jeden lassen wir nahe an uns heran. Grenzen sind aber nicht immer gleich. Je nachdem, wie wir uns gerade fühlen, wie unser Tag oder unsere körperliche Verfassung ist, haben wir ein unterschiedliches Bedürfnis nach Nähe oder Abgrenzung.

Wir unterscheiden unterstützende, zärtliche, freundliche, tröstende, liebevolle, intime oder heilende Berührungen. Sie tun uns einfach gut! Berührungen werden dabei immer ganzheitlich wahrgenommen: man nimmt den ganzen Menschen wahr, nicht nur die berührende Hand. Bewusstes Berühren bringt in den meisten Fällen sofort eine Entspannung. Jede Mutter streichelt ihr Kind, wenn es sich wehgetan hat und weint. Berührungen wirken nachhaltiger und tiefer als Worte. Respektvolle und achtsame Berührung vermag unsere Lebenskraft und unser Selbstvertrauen in jedem Alter zu stärken und wirkt sich positiv auf unser gesamtes Lebensgefühl aus.

 

 

Die Haut ist der Spiegel der Seele

 

Die Haut reagiert sofort auf unsere seelische Verfassung - sei es das schnelle Erröten in peinlichen Situationen oder das Schwitzen der Hände vor Prüfungen. Die Verbindung zwischen Haut und Psyche funktioniert aber auch in die andere Richtung: Schon seit vielen Jahren wird ein Zusammenhang zwischen psychischen Problemen und Störungen der Haut beschrieben. Zu diesen Hauterkrankungen gehören vor allem die Neurodermitis, das Ekzem, die Schuppenflechte, die Nesselsucht und die Akne. Stress als Auslöser für Hauterkrankungen ist dabei die am häufigsten genannte Ursache.

 

 

Die Gefahr, gegenüber anderen Sinnesorganen zu verkümmern

 

Körperkontakte sind nicht nur in der Kindheit, sondern auch im späteren Leben im zwischenmenschlichen Bereich wichtig. Wer hat sich nicht schon über das aufmunternde Schulterklopfen oder über eine herzliche Umarmung gefreut? Und doch tun wir uns schwer, auf andere zuzugehen. Dabei ist das Bedürfnis des Menschen nach Berührung angeboren. Je älter wir Menschen jedoch werden, desto mehr laufen die anderen Sinne dem Tastsinn den Rang ab und der direkte Hautkontakt geht immer mehr zurück. Denn wir leben in einer berührungsarmen Gesellschaft. Eigentlich schade: Obwohl wir ein großes Bedürfnis nach Nähe haben, gehen wir auf Distanz zu unserer Umgebung, pflegen wenig Hautkontakt. Und bringen uns damit um wichtige Erlebnisse.

Gründe genug, mal wieder einen Menschen zu umarmen. Vorbild können unsere Nachbarn in Südeuropa sein, die sich viel und gerne berühren. Hier gehören Körperkontakte einfach zur normalen Kommunikation dazu.

 

Heilung durch Berührung

 

Seit Menschengedenken wird Berührung wegen ihrer wohltuenden und heilenden Wirkung als Behandlungsform benutzt.

 

Beispiel Shiatsu:

Shiatsu ist eine Form der Fingerdruck-Massage aus Japan. Mit gleichmäßigen und harmonischen Bewegungen werden Arme und Beine gedehnt und gelockert. Blockierte Energie in den Gelenken wird gelöst und Verspannungen abgebaut. Dort wo die Lebensenergie, das „Chi" frei und ungehindert fließen kann, sind auch Lebensfreude und Gesundheit.

 

Beispiel Massage:

Noch vor wenigen Jahren dachte man nur im Zusammenhang mit einer Krankheit oder einer Verletzung an Massagen. Heute gilt: Jeder sollte sich ab und zu eine Massage gönnen, weil sie positiv auf unser gesamtes Lebensgefühl wirkt. Eine Massage von mind. 15 Minuten Dauer fördert die Durchblutung und damit die Versorgung der Zellen und erhöht so die Leistungsfähigkeit. Mehrmalige Massagen erhöhen die Immunabwehr, Verspannungen lösen sich, Schmerzen werden gelindert oder verschwinden vollständig. Besonders ratsam sind Massagen für Menschen, die sich wegen Stress oder Krankheit abgespannt oder schwach fühlen, da die Massage die Selbstheilungskräfte anregt.

 

 

mit freundlicher Genehmigung von www.gesundheit.de

 

 

 

 

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