Sobald der Schnee
geschmolzen ist, sprießt der Bärlauch. Für Bären soll diese
Pflanze die erste Nahrung nach dem Winterschlaf gewesen sein;
deshalb sein Name.
Viel Vitamin
C und heilende Kräfte
Dem Bärlauch werden heilende Kräfte nachgesagt, die die
Eigenschaften des Knoblauchs weit übertreffen sollen. Über die
tatsächliche medizinische Wirkung liegen aber noch keine
gesicherten Erkenntnisse vor. Fest steht aber, dass die Pflanze
viel Vitamin C enthält.
Weiters ist das
antibakteriell wirksame schwefelhaltige Allicin Bestandteil der
Pflanze, das dem Bärlauch den typischen Knoblauchgeruch verleiht.
Obwohl Bärlauch mehr Schwefelverbindungen als der Knoblauch
aufweist, ist nach dem Genuss praktischerweise kein Mundgeruch zu
befürchten.
Saucen,
Suppen & Pesto
Die Pflanze ist komplett essbar. Trotzdem finden hauptsächlich nur
die zarten jungen Blätter in der Küche Verwendung. Wer in den
vollen Genuss seines zarten Aromas und seiner Inhaltsstoffe kommen
will, sollte Bärlauch roh oder nur zart blanchiert essen. Große
Hitze zerstört das unverwechselbare Aroma und reduziert den
Vitamin-Gehalt.
Es empfiehlt sich
auch, Bärlauch fein gehackt und roh unter Aufstriche und Salate zu
mischen. Ausgezeichnet mundet ebenso ein frisches Butterbrot mit
Salz und Streifen vom Bärlauch. Saucen und Suppen wird er erst am
Ende beigefügt und danach sofort serviert. Die gewaschenen Blätter
lassen sich auch gut im Ganzen oder geschnitten einfrieren oder zu
Pesto verarbeiten, so dass man das ganze Jahr über das
wohlschmeckende Kraut verzehren kann.
Verwechslungsgefahr
Bärlauch-Sammler müssen allerdings aufpassen. In frühen
Wachstumsphasen kann die Pflanze sehr leicht mit giftigen
Maiglöckchen- und Herbstzeitloseblättern verwechselt werden.
Bärlauchblätter erkennt man am unverwechselbaren Geruch von
Knoblauch.
Es ist weiters auch
möglich, dass Bärlauchblätter von Fuchsbandwurmeiern befallen
sind. Mit bloßem Auge sind die Eier nicht wahrnehmbar. Sie
überleben selbst Tiefkühl-Temperaturen von minus 18 Grad
Celsius. Bei Temperaturen um plus 60 Grad Celsius werden sie
abgetötet. Vor dem Verzehr bzw. dem Einfrieren sollten die Blätter
daher gründlich unter fließendem Wasser gewaschen werden.